Tag 21 – Corona hat ganze Arbeit geleistet

Am 21. Tag in Quarantäne, habe ich mich doch tatsächlich mit dem Corona-Virus angefreundet. Es ist ja immer und überall. In den Medien, auf den Straßen, in den Geschäften, in den Menschen und wer weiß, wo sonst noch überall. Vielleicht habe ich aber schon das Stockholm-Syndrom. Egal. Ich habe jedenfalls viel über das Virus nachgedacht und dabei Interessantes herausgefunden. Vor allem über sein Wesen, seine unglaublichen Fähigkeiten und seine politische Orientierung. Ich weiß jetzt auch, was es mag und nicht mag. Aber lesen Sie selbst…

Das Corona-Virus pfeift auf unsere Regeln und Werte. Es kennt keine Menschenrechte, keine Nächstenliebe, keine Rücksichtnahme, keine Toleranz. Es schert sich nicht um Nationalitäten. Doch es mag Schwäche und Toleranz bei den Anderen. Das sichert sein Überleben. Es sucht sich einen Wirt, und versucht, sich darin bestmöglich zu entfalten. Auf sich allein gestellt, ist das Virus eigentlich eine Null. Es kann sich nicht ernähren, aufrechthalten, fortbewegen. Es ist auf die Menschen angewiesen, die es auf- und mitnehmen und ins hinterste Dorf und auf die höchsten Gipfel bringen. Sein größter Feind ist Stärke, Gegenhalten, Abwehr, aus dem System drängen. Selbst Impfstoffe und Medikamente werden ihn nie ganz besiegen können. Das schafft nur ein intaktes Immunsystem. Sein größter Feind ist also – die Gesundheit.

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Der Kalte Corona-Krieg

Irgendwie ist Corona zum Game-Changer geworden. Es hat die Spielregeln vertauscht. Es hat uns zur Abgrenzung gezwungen, zur Eindämmung: „Containment“ lautet der Fachbegriff. „Containment“ war eigentlich die politisch-strategische Außenpolitik der USA im Kalten Krieg nach dem Zweiten Weltkrieg. Ziel war das Verhindern der Ausbreitung des Kommunismus und dessen Einflussnahme auf andere Teile der Welt. Im Kalten Krieg war der große Feind der Kommunismus. Heute heißt er „Sars-Cov-2“. Überall in der Welt herrscht jetzt „Containment“. Sei es durch Grenzziehung, Ausgangs- und Mobilitätsbeschränkungen, Reiseverbot, die Schließung von Geschäften, die Distanz-Haltung zueinander, Kontrolle, Überwachung – und bei Verstoß: Sanktionierung. Warum? Weil sonst das Virus unsere Gesellschaft besetzen und kaputt machen könnte.

Blamage für die EU

Corona hat auch die die unantastbaren Prinzipien aufgemischt, die man uns als „Demokratie“ verordnete. Weil das Virus nur auf Hopp oder Tropp reagiert, muss das, umgekehrt, auch die Politik bei seiner Bekämpfung tun. Dazu holten sich Regierungschefs in der ganzen Welt Sondervollmachten, mit denen sie – an den Parlamenten vorbei – Sofort-Erlässe durchbringen können. Die gelähmte Brüsseler Wertegemeinschaft musste, hilflos herumrudernd, zusehen, wie sich die Nationalstaaten in Windeseile organisierten und erfolgreich handelten. Statt Respekt dafür, gab es nur Gezeter und Kritik wegen der Grenzschließungen oder der Ablehnung, in Zeiten wie diesen, weiterhin Menschen aus fremden Kulturen hereinzuholen. Der Gipfelpunkt dieser EU-Scheinheiligkeit, im Verbund höriger Medien, war schließlich die Hexenjagd auf Ungarn.

Ungarns Corona-Diktator

Regierungschef Viktor Orban tat nichts anderes als seine Amtskollegen in der Welt. Auch er holte sich Sondervollmachten vom Parlament. Darin sitzt aber, zum Leidwesen der Orban-Hasser, seine Regierungspartei Fidesz mit Zwei Drittel Mehrheit. Die wiederum fiel nicht vom Dach in den Plenarsaal sondern wurde in demokratischer Wahl mit den Stimmen der Ungarn erreicht. Weil Orban aber seine Krisenregentschaft nicht befristete, sondern auf die Verfassung pocht, die besagt, dass das Parlament jederzeit die Erlass-Periode beenden kann, beschimpfte ihn die abgehobene EU-Spitze als Diktator – er habe das Parlament ausgeschaltet. Corona hat der EU applaudiert. Es mag nämlich Ungarn auch nicht. Deshalb wird es das Land bald verlassen …

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