Schon wieder? Die Stadt Freistadt feiert zum zweiten Mal 800 Jahre

Im oberösterreichischen Freistadt sorgen die Vorbereitungen für eine 800-Jahr-Feier im Jahr 2020 schon jetzt für Wirbel. Denn die Feiern sollen zehn Monate dauern und mit entsprechenden Kosten verbunden sein. Auch einen Projektkoordinator für 120.000 Euro will man sich leisten. Dabei feierten die Mühlviertler den 800. „Geburtstag“ ihrer Stadt schon einmal groß… 

In Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers, dem Landeshauptmann und vielen Gästen, feierte man im Juni des Jahres 1930 „800 Jahre Freistadt“. 1932 feiert dann das Bürgerkorps der Stadt sein 800-jähriges Bestehen.

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Kein Dokument der Gründung

Jetzt, immerhin 88 Jahre nach den ersten 800-Jahr-Feiern, plant man wieder ein Fest. Weil – so haben es der Stadtrat und die Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer (ÖVP) festgelegt – Freistadt angeblich im Jahr 1220 gegründet worden ist. Mit Historikern oder Experten der Stadtgeschichte hat jedoch keiner der gesprochen. Denn sonst hätte man leicht erfahren, dass es offenbar kein Dokument gibt, das die Gründung der Stadt Freistadt belegen würde.

Zehn Monate Party

Die SPÖ hat im Stadtrat gegen diesen Posten gestimmt. Und auch im Gemeinderat werden sie und die Bürgerliste WIFF diesem Budgetposten nicht zustimmen. Die Bürgerliste fordert zudem eine Redimensionierung der Feierlichkeiten. Denn die Bürgermeisterin plant, dass ihre große Sause nicht weniger als zehn Monate dauern soll. Nachhaltig sollen die Feierlichkeiten aber natürlich sein, verspricht sie, um für die Zukunft mehr Gäste in die Stadt zu locken.

Dafür will man etwa einen Teich im Stadtgraben im Sommer mit einer Strandbar ausstatten und im Winter als Eislauffläche nutzen. Völlig offen ist aber noch, wie das Ganze finanziert werden soll.

herwig mahr fpö

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