Verkehrs-Chaos: Erste Donnerstags-Demo gegen Regierung in Linz

Vor dem Musiktheater beim Linzer Volksgarten versammelten sich gestern Abend um 18 Uhr nach Angaben der Polizei etwa 2.000 Teilnehmer, um an der ersten „Donnerstags-Demo“ in Linz gegen die türkis-blaue Bundesregierung teilzunehmen.

Die Route der Demonstranten führte über Landstraße – Bethlehemstraße – Marienstraße – Graben – Kollegiumgasse bis zum Pfarrplatz, wo der Spaziergang gegen 19.45 Uhr beendet wurde.

Werbung



Viele alte Bekannte

An der überparteilichen Initiative hatten sich, laut Veranstaltern,  mehr als 30 Vereine, Organisationen und politische Parteien beteiligt. Die Initiatoren wollten ein Zeichen für „ein buntes, vielfältiges und zuversichtliches Land“ setzen. So bunt wurde es letztlich aber gar nicht, es blieb hauptsächlich rot und grün. Auch die „Omas gegen Rechts“ spazierten mit. Ihre mutmaßlich selbst gestrickten Häubchen hätte es, angesichts der warmen Herbst-Temperaturen, aber gar nicht gebraucht.

Massive Verkehrs-Behinderungen

Die ursprünglich vorgesehene Marschroute, welche am Linzer Landhaus vorbeigeführt hätte, wurde aufgrund einer Landtagssitzung und der damit verbundenen Bannmeile durch die Behörde abgeändert und vom Versammlungsleiter akzeptiert.

Behindert wurden aber all jene, die nach der Arbeit mit der Straßenbahn fahren wollten. Zwischen 18 und 19.30 Uhr kam es zwischen Volksgarten und Taubenmarkt zu Verkehrsbehinderungen, teilte die Linz AG am Nachmittag in einer Aussendung mit. Davon betroffen waren sowohl der Bus- als auch der Straßenbahnverkehr. Auf den Straßenbahnlinien 1, 2, 3 und 4 musste der Verkehr in diesem Abschnitt zumindest teilweise eingestellt werden.

Irritierend: FPÖ-Politiker fordert „Streetwork-Konzept“ statt Abschiebung

FP-Bundesrat Michael Raml kritisiert, dass die Demo hauptsächlich berufstätige Linzer behindere.

Bundesrat Raml verärgert

Der Linzer Bundesrat Michael Raml (FPÖ), zeigte für die Behinderung des Berufsverkehrs kein Verständnis. Berufstätige Linzer, die umweltbewusst unterwegs oder überhaupt auf Öffis angewiesen seien, könnten sich bei den linken Organisationen bedanken, dass sie ausgerechnet zur Hauptverkehrszeit die Hauptstraßenbahnstrecke in der Landstraße blockieren, so der Bundesrat, der weiters festhielt:

Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut und steht allen Menschen zu, die friedlich für oder gegen etwas demonstrieren wollen. Man muss aber kein Verkehrschaos auslösen, um künstlichen Wirbel gegen eine vom Volk deutlich unterstützte Politik zu erzeugen. Eine Standkundgebung an einem zentralen Ort, wo unschuldige Verkehrsteilnehmer nicht belästigt werden, hätte es auch getan“, so Raml.

Zuspruch für Regierung groß

Weiter stellt Raml gegenüber dem „Wochenblick“ exklusiv fest, dass ÖVP und FPÖ bei der letzten Nationalratswahl mit überwältigender Mehrheit in Regierungsverantwortung gewählt wurden und sämtliche aktuellen Umfragen weiterhin eine klare Mehrheit für die Arbeit der schwarz-blauen Bundesregierung sehen.

 

herwig mahr fpö

The post Verkehrs-Chaos: Erste Donnerstags-Demo gegen Regierung in Linz appeared first on Wochenblick.

• Weiterlesen •