Nach linkem Aufruhr: Puls24 löscht blaue Aschermittwochs-Reden

Unglaublich: Nachdem sich linksgerichtete Kommentatoren darüber aufgeregt hatten, dass Puls24 die Mitschnitte der Reden beim Politischen Aschermittwoch der FPÖ unkommentiert auf Twitter geteilt hatten, löschte der Sender diese einfach wieder! 

Etwa 2.000 Fans pilgerten zur traditionsreichen Veranstaltung in Ried im Innkreis, die bereits zum 29. Mal in der dortigen Jahnturnhalle stattfand. Wie der Wochenblick berichtete, sorgten die Redner – darunter Bundesparteichef Norbert Hofer und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner – mit markigen Ansagen für Furore. Dieses Spektakel ließen sich auch Mainstream-Medien nicht entgehen, darunter der Privatsender Puls24, der zur ProSieben/Sat.1-Gruppe gehört.

Aschermittwoch-Reden: Löschung auf Zuruf?

Der Sender bot seinem Publikum dabei neben der Übertragung auch eine Analyse der Inhalte. Auf Twitter entfiel diese aber – sehr zum Unmut der linken Twitter-Blase. Am Donnerstag kam dann die Löschung der Reden samt Entschuldigung. Es sei ein Fehler gewesen, diese „ohne Einordnung“ zu veröffentlichen. Dies rief wiederum einige Kritik hervor, unter anderem vom Politikberater Robert Willacker, zuletzt zum Thema FPÖ-Neustart auch Diskussionsgast bei Wochenblick.TV:

Daraufhin dementierte Chefredakteur Stefan Kaltenbrunner, dass dies auf Zuruf geschehen sei. Vielmehr sei die Löschung seine höchstpersönliche Entscheidung. Man handhabe dies bei anderen Parteien ähnlich, auf Sendung habe man ohnehin analysiert und eingeordnet.

Puls24 stellte äußerst linke Aktivistin als ‚Expertin‘ vor

Keine Freude mit dieser Rechtfertigung hatte der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete Leo Kohlbauer. Er stellte daraufhin die Frage, ob denn noch eine Analyse der äußerst nah am linken Rand stehenden Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl ausstünde. Die früher im Büro von Ex-SPÖ-Stadträtin Sonja Wehsely tätige „Expertin“ publizierte ihr Standardwerk über eine rechte Protestbewegung einst beim offen linksradikalen Unrast-Verlag.

In zumindest einem Fall signierte Strobl ein Exemplar dieses Werkes mit der Widmung, dies eigne sich „im Zweifelsfall zur Entglasung von Geschäften“. Außerdem war Strobl in der Vergangenheit auch Aktivistin des Bündnisses „Offensive gegen Rechts“, welches sich federführend an der Organisation von Demonstrationen gegen den Wiener Akademikerball beteiligte. Nach dem Amoklauf in Hanau präsentierte Puls24 ausgerechnet Strobl dennoch unkommentiert als „Rechtsextremismusexpertin“.

Kohlbauer: „Zentralkomitee und Aktuelle Kamera wären stolz“

Auf Facebook legte Kohlbauer zur Causa noch einmal nach. Er sieht Indizien dafür, dass dass „den Bürgern das selbstständige Denken nun endgültig abgenommen“ werde. Das Vorgehen erinnert ihn offenbar an kommunistische Systeme. Denn er schloss seinen verärgerten Beitrag mit den Worten: „Zentralkomitee und Aktuelle Kamera wären stolz auf Stefan Kaltenbrunner aus der Puls 4-Redaktion!“

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