Israel: 180 Studenten in Corona-Quarantäne

180 israelische Studenten wurden unter Quarantäne gestellt, nachdem sie Kontakt mit südkoreanischen Touristen hatten, die positiv auf den Corona-Virus (COVID-19) getestet wurden, berichtet Channel 12. Es bestehe eine hohe Möglichkeit, dass jemand den Virus von den Touristen bekam; wer sich nicht in Quarantäne begebe, gefährde die öffentliche Sicherheit, sagte ein hochrangiger Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

Umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen

Die Südkoreaner kehrten nach einem achttägigen Besuch in Israel am 15. Februar nach Hause zurück. Es ist nicht bekannt, ob die Gruppe sich mit dem Virus vor oder nach der Heimreise angesteckt hat. Das Gesundheitsministerium geht von der Annahme aus, dass sie als Virus-Träger in Israel ankamen und der Virus eine 14-tägige Inkubationszeit hat, in der Infizierte noch keine Symptome zeigen. Aus dem Gesundheitsministerium hieß es, die Gruppe habe wahrscheinlich Kontakt zu „Hunderten“ von Israelis gehabt, während sie im Land waren.

Das Ministerium veröffentlichte das Reiseprogramm der Südkoreaner – wie Besuche verschiedener Kirchen in Jerusalem, das Tote Meer, Masada, Beersheba, Caesarea, etc. Alle Israelis, die in Kontakt mit den infizierten Personen kamen, wurden aufgefordert, zwei Wochen in Isolation zu bleiben. Als Kontakt wurde definiert: Abstand innerhalb von zwei Metern für mindestens 15 Minuten.

Verschärfte Quarantäne-Bestimmungen

Angesichts zunehmender Corona-Fälle verschärfte Israel seine Vorsichtsmaßnahmen: Israelis, die aus China, Hong Kong, Macau, Singapur, Thailand, Südkorea oder Japan zurückkehren, müssen ab ihrer Ankunft zwei Wochen in Isolation verbringen. Die rund 1000 südkoreanischen Touristen, die derzeit in Israel sind, wurden aufgefordert, in ihren Hotels zu bleiben.

Die erste Corona-Erkrankung in Israel betraf einer Frau, die auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess war, das vor der Küste Japans auf Quarantäne gesetzt wurde. Sie war eine von 11 Israelis auf dem Schiff, Tests für die anderen zehn Personen verliefen negativ. Auf der Diamond Princess wurden 600 Menschen mit dem Virus infiziert, zwei starben nachdem sie von Bord gebracht wurden.

Südkorea nach China am meisten betroffen

In Südkorea gibt es nach China die höchste Zahl an bekannten Corona-Infizierten: aktuell sind es 977 bekannte Angesteckte. Bisher starben dort 10 Menschen. Weiterhin angespannt bleibt die Lage in China, wo das Virus seinen Ursprung hat. Am Dienstag starben erneut 71 Menschen, insgesamt gab es 2663 Todesopfer. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte um 508 auf 77.658.

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