„Defender Europe 2020“ – Neue NATO-Provokationen gegen Russland

NATO-Märchenstunde: „Nicht gegen ein bestimmtes Land gerichtet“

Vor wenigen Tagen hat das NATO-Manöver „Defender Europe 2020“ begonnen. Dabei wird angeblich die Verlegung von Truppen und Material ins östliche Mitteleuropa und ins Baltikum geprobt, insgesamt 37. Soldaten aus 18 Ländern und 13.000 Fahrzeuge werden an diesem Manöver teilnehmen.

Doch anders, als es der Name „Defender Europe 2020“ vermuten lässt, geht es nicht um die Verteidigung Europas, sondern um neue Kriegsspiele der USA gegenüber Russland. Daran kann auch nichts ändern, dass NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die jüngste Provokation Russland gegenüber mit den Worten abstreitet, dass „Defender Europe 2020 nicht auf ein bestimmtes Land abzielt.“ Offen bleibt die Frage, warum die Truppenverlegung von West nach Ost und nicht in die umgekehrte Richtung geprobt wird. Oder von Norden nach Süden, zumal die Lage in Libyen weiterhin unsicher bleibt.

Wenig überraschend schenkt Russland den Aussagen des Westens zu „Defender Europe“ keinen Glauben. So weist Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview darauf hin, dass in Europa nicht Russland die dominierende militärische Kraft ist, sondern die NATO. Lawrow untermauert seine Aussage mit folgendem Beispiel: Wenn man die offiziellen Daten des Auslands zu den Militärausgaben, zur militärischen Ausrüstung und zu allen Waffentypen betrachte, „so übertreffen uns  allein schon die europäischen NATO-Mitglieder, ohne Berücksichtigung der Zahlen der US-Amerikaner, unsere Streitkräfte mehr als um das Doppelte. Wo sie einen vergleichbaren Feind gefunden haben wollen, weiß ich nicht“.

Für die NATO – und damit für die USA – bleibt Russland also der große Feind. Die Europäer sind gut beraten, sich außen- und sicherheitspolitisch von den USA zu emanzipieren.

[Autor: B.T. Bild: 200128-A-LY211-1007.JPG Photo By: Sgt. Timothy Hamlin Lizenz: -]

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