Jörg Haider: Ein Ausnahme-Talent mit Charisma und Herz

Heute vor zehn Jahren, am 11.Oktober 2008, ist mit Jörg Haider ein politisches Ausnahmetalent tragisch verunglückt, das die Politik bis heute nachhaltig veränderte.

Ein Kommentar von Rene Rabeder

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Kärntens „Sonnenkönig“

Die Karriere des gebürtigen Oberösterreichers begann früh: Im Alter von 16 Jahren gewann er in Innsbruck einen Redewettbewerb, bei dem sofort klar wurde, dass er über das nötige Charisma und die Ausdrucksstärke verfügen würde, um Massen mitreißen zu können.

Als junger Student trat Haider dem Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) bei, dem er später vier Jahre als Bundesobmann vorstehen sollte. Haiders große Stunde schlug 1986 – erneut in Innsbruck – als er den damaligen FPÖ-Obmann Norbert Steger vom Thron stieß. Drei Jahre später, 1989, wurde er schließlich zum ersten Mal Landehauptmann von Kärnten!

Strache: Versöhnung am Grab

Der nunmehrige FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat sich indes gestern bei einem Festakt an der Grabstätte Haiders im Kärntner Bärental mit Haiders Witwe Claudia versöhnt. Haiders damaliger BZÖ-Mitstreiter Gerald Grosz verlieh dem Vizekanzler im Rahmen der Gedenkfeier die „Jörg-Haider-Medaille“.

Entschuldigung bei der Familie

Strache erklärte in seiner Dankesrede, es sei für ihn eine „große Ehre und Freude“. Haider sei eine Ausnahmepersönlichkeit gewesen, er habe mit seinen Leistungen vor allem in den achtziger Jahren gezeigt, dass man den rot-schwarzen Filz aufbrechen könne.

Zum Zerwürfnis mit der Gründung des BZÖ sagte Strache: „Für mich war es eine zutiefst emotionale Enttäuschung, als Haider sich von der freiheitlichen Familie abgewandt hat. Natürlich haben wir uns da auch unfreundliche Sachen gesagt… Ich möchte mich auch bei der Familie entschuldigen, falls ich da und dort etwas gesagt habe, das sie beleidigt haben könnte.“

Linke ätzen weiter gegen Toten

Zehn Jahre nach dem 11. Oktober 2008, als die „Sonne vom Himmel gefallen ist“, wie es Haider-Nachfolger Gerhard Dörfler in einer ersten Reaktion auf den Tod formulierte, ist Jörg Haider noch immer Zielscheibe für linke Populisten und für niveaulose Witze selbsternannter „Staatskünstler“. So sorgte heute Alt-Hektiker Florian Scheuba mit einem homophoben Tweet für einen Shitstorm.

Mit diesem geschmacklosen Eintrag auf Twitter sorgte der Kabarett-Mann für Aufregung im Netz.
wochenblick zeitung oberösterreich

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