Conchita Wurst und Alfons Haider eröffnen Opernball…

Der Verfasser dieser Zeilen hat es bereits einmal erwähnt. Die ideale Vorstellung im Hinblick auf gleichgeschlechtliche Beziehungen hat Bill Clinton gefunden: „Do not ask. Do not tell.“ Niemand soll ob seiner Vorlieben Nachteile bei Bewerbungen, am Arbeitsplatz, in Gesellschaft oder anderswo in Kauf nehmen müssen.

„Do not ask. Do not tell.“

Jeder hat das Anrecht darauf ob seiner Leistungen, seiner Talente, seiner Interessen, seiner Persönlichkeit, seines Charakters, seiner Erfahrungen etc. beurteilt zu werden.

Wer nicht mit einer Regenbogenfahne in der Hand die Straßen auf- und abmarschiert, während er skandiert unterdrückt zu werden, soll sein Anrecht auf Privatsphäre wie Diskretion haben. Und sein Anrecht auf Normalität im Sinne eines gleichwertigen wie gleichberechtigten Staatsbürgers.

Wer nicht die Werte der traditionellen Familie in Form von Mann, Frau und Kindern in Frage stellt, soll das Anrecht auf jedes Glück dieser Welt haben – ob nun in Form einer “Verpartnerung” oder im Rahmen der klassischen Familie.

Der Opernball

Ad res: Der Opernball wird dieses Jahr mit einer speziellen Überraschung aufwarten. Erstmals wird dokumentiert ein gleichgeschlechtliches Paar den Opernball miteröffnen. Zwei Damen, eine traditionell in weißem Kleid, die andere in traditioneller schwarzer Kleidung, welche für Herren vorgesehen ist.

Damit soll Weltoffenheit, Toleranz, Gleichheit usw. demonstriert werden.

Es gibt den Life Ball. Es gibt die Love Parade. Es gibt den Christopher Street Day. Es gibt unzählige weitere Veranstaltungen, wo gleichgeschlechtlich Orientierte ihre Anliegen mehr oder weniger ostentativ in der Öffentlichkeit vertreten können.

Die Home-Ehe wurde eingeführt. Das Adoptionsrecht für Homo-Paare ist weitgehend durchgesetzt. Homosexuelle stehen an der Spitze von zahllosen Großstädten als Bürgermeister, sitzen in Regierungen, sind hochbezahlte Schauspieler, prägen die öffentliche Wahrnehmung durch ihre Repräsentanz in entsprechenden Gewerben sowie durch entsprechende Aufmerksamkeit durch entsprechende Gewerbe.

„Was ist das?“

Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich der Frage seines älteren Lieblingssohnes als er Conchita Wurst im Fernsehen erblickte: „Was ist das?“ Vater und Sohn waren gleichermaßen ratlos.

Es mutet angesichts all dieser Umstände verrückt an, zu behaupten, dass gleichgeschlechtlich Orientierte in westlichen Ländern Diskriminierung, Benachteiligung oder Repression ausgesetzt seien. Oder einer Unterrepräsentanz ihrer selbst oder ihrer Anliegen.

Vielmehr macht sich unter Vernunftbegabten eine Ermüdung breit, ob der Überrepräsentanz von gleichgeschlechtlich Orientierten in Politik, Medien, Entertainment etc. Der Begriff des „Schwulismus“ beginnt um sich zu greifen. Und er führt zum genauen Gegenteil dessen, was die Vorkämpfer der 70er, 80er Jahre im Sinn hatten.

Der Opernball sollte sich damit zufriedengeben, dass der langjährige Moderator akzeptiert wurde. Dem noch unnötig provokant eines drauf zu setzen, wird die Quoten nicht erhöhen…

[Autor: G.B. Bild: www.wikipedia.org/Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0]

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