Die Regierung Ihrer Majestät sucht Menschen mit Hausverstand

Spinner und Außenseiter. Echte Joker, Künstler, Leute die es verstehen aus Höllenlöchern zu entkommen. Keine Absolventen von Elite-Universitäten, welche bei Empfängen mit Fernsehleuten zusammenstehen und falsche Nachrichten über falsche Nachrichten verbreiten.

So in etwa lautete die Ausschreibung des Strategen von Boris Johnson, Dominic Cummings. Die Tories benötigten Leute aus allen Branchen, die bereit sind unkonventionelle Lösungen für ein außergewöhnliches wie historisch einzigartiges Projekt zu entwickeln. Der erste Austritt eines Mitgliedlandes aus der Europäischen Union. Und damit es nicht das letzte bleibt, muss dieses Projekt Erfolg haben. Scheitern ist keine Alternative.

Cummings selbst gilt ebenso wie Premierminister Johnson als Exzentriker. Also Briten durch und durch. Gemäß dem alten Witz: Treffen einander zwei Briten: „Gestatten. Ich bin Exzentriker.“ „Angenehm. Ich auch.“

Die Mainstreammedien waren „not amused“. Für gewöhnlich begeistert sich die Linke an Schul- wie Studienabbrechern sowie an ungewöhnlichen Quereinsteigern. Jedoch müssen diese eine unersetzliche Expertise mitbringen: Den unbedingten Glauben an Brüssel wie an den Klimawandel. Multikulturalismus wie Globalismus.

Umgekehrt fürchtet das Establishment das Eindringen systemfremder Elemente in Beamtenschaft wie Justiz. Exemplarisch hierfür steht das britische Gerichtsurteil, dass Veganismus fortan als Glaube anerkannt wird. Derart weltfremden Urteilen will die neue konservative Regierung mit Hilfe neuer Berufungsmöglichkeiten von Richtern entgegenwirken.

Sofort schaltet die Linke vom egalitären wie kollektivistischen Modus in den elitären wie standesdünklichen Modus um. Spitzenbeamte, Hochschullehrer, Experten, Gutachter sind fortan unabdingbar zur Verkündigung des linken Evangeliums.

Mit folgendem Ergebnis: Höhere Strafen für Täter sind kontraproduktiv für den Opferschutz. Sanktionen für Integrationsverweigerer sind schlecht für die Integration. Die Einhaltung des Schuldenhaftungsverbots in der Währungsunion ist nachteilig für die Überschussnationen. Traumatisierte Fluchtmigranten dürfen nicht daran gehindert werden, ihren Zufluchtsort in eine vergleichbare Ruine zu verwandeln wie den Ort vor dem sie angeblich geflohen sind. Mit Hilfe der De-Industrialisierung Europas einen Bruchteil der CO 2-Emissionen der restlichen Welt zu kompensieren und so die unbedrohte Erde zu retten.

Weitere Höhepunkte der links-intellektuellen Gedankenproduktion an Elite-Universitäten sind Zonen von Meinungsverboten, wo konservative Inhalte nicht verbreitet werden dürfen. Erstürmung von Vorlesungen unliebsamer Professoren wie Gastrednern. Das Verbot von Kostümen bei Halloweenpartys, welche Minderheiten beleidigen könnten. Die Absage von Salutschüssen zur Ehrung von Veteranen. Die Zerstörung von Denkmälern und Gedenkstätten historischer Persönlichkeiten, welche nicht dem aktuellen Mainstream entsprechen.

In Anbetracht dieser Fakten ist der Aufruf von Cummings alles andere als außergewöhnlich bzw. ungewöhnlich. Bewundernswert sind der Mut sowie die direkte Ausdrucksweise Cummings. Wir wollen keine Schnösel. Wir wollen keine Weichgespülten. Wir wollen keine Angepassten.

Wir brauchen Haudegen, Querdenker und wenn es sein muss auch Reaktionäre. Männer wie Churchill. Frauen wie Thatcher.

Und um dem Vorwurf des Größenwahns präventiv entgegenzuwirken sei an Carl Schurz erinnert: Wir richten unseren Kurs nach den Sternen. Obwohl wir sie niemals erreichen.

Letztendlich müsste es überaus verwunderlich erscheinen, wenn die Nation, die den Common Sense geprägt hat, wie keine andere, diese Herausforderung nicht meistert.

[Autor: G.B. Bild: www.wikipedia.org/Williams, U.S. Military Lizenz: ]

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