Brexit or no Brexit. Boris or no Boris. That is the Question.

Die Mutter aller Parlamente beschreitet den Weg zur Mutter aller Wahlkämpfe. Westminster befand sich drei Jahre lang in einer selbstverschuldeten Agonie. Keine Mehrheit der Abgeordneten war bereit, dem Volkswillen des Referendums vom 2016 zu entsprechen. Mit einer Ausnahme. Der Zustimmung zum Kompromiss, den Boris Johnson mit Irlands Regierungschef ausverhandelt hat. Ein Kompromiss, der zu Recht viele Bedenken, Zweifel sowie Sorgen weckte. Aber ein Kompromiss, der tragbar ist. Ein Kompromiss, mit dem man leben kann. Ein Kompromiss, der eine Mehrheit in Brüssel gefunden hat. Und ein Kompromiss, der eine Mehrheit in Westminster gefunden hat. Um zugleich durch Zeitpläne und andere Verfahrensfesseln zu Fall gebracht zu werden.

Nun stehen die Untertanen ihrer Majestät – ebenso loyal gegenüber der Krone wie widerspenstig und streitbar vor der Bedrohung von Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität des Vereinigten Königreiches – vor einer scheinbar leichten Frage.

Ohne die Hartnäckigkeit und Konsequenz von Nigel Farage sowie seinen Mitstreitern bei UKIP bzw. Brexit Party wäre dieses Fenster niemals geöffnet worden. Das Fenster zur Möglichkeit entgegen der Widerstände des Establishments, Remain-Tories, Justiz, Behörden, Labour, LibDem etc., den Brexit doch noch über die Ziellinie zu bringen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist nunmehr eine Stimmabgabe mit Hilfe des Kopfes von Nöten und nicht mit Hilfe des Bauches.

Jedes Ergebnis abseits einer deutlichen Mehrheit für die Tories stellt die Fortsetzung von Unsicherheit, Chaos und Unwägbarkeiten dar. Erleichtert wird die Entscheidung durch einen Spitzenkandidaten der Labour-Party, welcher Unternehmen verstaatlichen, Investoren vertreiben und die Gewinnung fossiler Energien verbieten will. Kurz: Den Weg beschleunigen, den jedes Land innerhalb der EU beschreiten muss.

Bekommt Boris Johnson die Mehrheit, die er braucht, um das Vereinigte Königreich aus der EU zu führen, oder werden Eitelkeiten, Neid, Besserwisserei, Unentschlossenheit, Mutlosigkeit etc. getarnt in Form von Liberalismus, Menschlichkeit, Anti-Rassismus, Anti-Chauvinismus etc. obsiegen.

Ceterum censeo: We shall never surrender!

[Autor: G.B. Bild: www.wikipedia.org/UK Government Lizenz:  Open Government Licence v3.0]

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