Auf den Spuren von Kaiserin Sisi: Sommerfrische in Bad Gastein

Während sich die Reisewarnungen häufen und es unklar ist, wie lange die Grenzen noch geöffnet halten, findet der österreichische Sommertourismus zu neuer Blüte. So zieht es derzeit viele österreichische Familien in die Hohen Tauern nach Bad Gastein.

von Bernadette Conrads

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Bereits Kaiserin Sisi wusste um die heilenden Kräfte des magischen Kurortes und genoss ihre Sommerfrische in Bad Gastein. Sie beließ es nicht beim erholsamen Bad in den radonhaltigen Thermalwasserquellen, die bereits seit Jahrhunderten schlimme Leiden wie Rheuma zu lindern vermögen, sondern war auch eine leidenschaftliche Wanderin.

Zwischen Tradition und touristischem Lehrgeld

Noch heute zeugt das Valeriehaus in Sportgastein, das nach Sisis Lieblingstochter Marie-Valerie benannt ist, von ihrer Liebe zum Wandern in der idyllischen Bergwelt.

Während der Sommertourismus in den vergangenen Jahren im Wesentlichen von Besuchern aus dem arabischen Raum geprägt war, finden sich mit dem diesjährigen Beginn der Schulferien wieder vermehrt Österreicher zum Urlaub in den Bergen ein, um Erfrischung möglichst abseits des Corona-bedingten Reglements zu finden.

Sie tauschen Adriastrände gegen Almwiesen. Statt im salzigen Meer suchen sie dieses Jahr Erfrischung in den heimischen Bergseen mit Trinkwasserqualität. Dabei war der Glanz des kleinen Alpenortes lange Zeit verblichen, nachdem Misswirtschaft und Spekulation den historischen Ortskern dem Verfall preisgegeben hatten.

Mittlerweile hat Bad Gastein diese dunkle Epoche hinter sich gelassen und blüht in altem wie auch in neuem Charme.

Ein Ort erlebt seine Renaissance

Diese Renaissance kommt nicht von ungefähr. Seit einigen Jahren erfährt Bad Gastein, das fast nur noch im Skitourismus punkten konnte, eine Wieder­entdeckung durch Künstler und Kreative aus aller Welt.

Dadurch dient die Stadt in den Bergen mit ihren imposanten Belle-Époque-Bauten auch zunehmend als Kulisse für Heimatfilme, düstere Krimis und Musikvideos alternativer deutscher Bands. Bad Gastein hat wahrlich nicht nur für die Sammler von Wandernadeln und leidenschaftliche Bergsteiger etwas zu bieten.

Auch mit neuen Attraktionen wie dem „Flying Fox“, einer Seilzuganlage, die einen über das gesamte Tal schweben lässt, und Institutionen wie der ältesten Therme Österreichs, der Felsentherme, fasziniert der Ort junge wie alte Besucher gleichermaßen.

Kultur und Freizeit

Kulturell weiß die örtliche Trachtenmusikkapelle ebenso zu begeistern wie die Open-Air-Vorführungen von berühmten Heimatfilmen im Merangarten, die in Bad Gastein gedreht wurden.

Im alten Kraftwerk finden auch regelmäßig klassische Konzerte auf hohem Niveau statt. Neben der örtlichen Yoga-Gruppe am Fuße des Wasserfalls, der das Wahrzeichen des kaiserlichen Kurortes darstellt, lädt die „Sommer Frische Kunst“ jedes Jahr zum malerischen Schaffen in imposanter Kulisse.

Wer kurze Autofahrten der sportlichen Wanderung zum klaren Bergsee vorzieht, kann auch am Fuße des Tales Erfrischung im Bad Gasteiner Badesee oder im nahegelegenen Zeller See finden.

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