Rechtsextremismus-Experte schlug ihn: Jetzt spricht der Burschenschafter

Eigentlich wollte Florian Köhl (20) wie jeden Mittwoch den Burschenschafter-Bummel an der Uni Wien besuchen. An diesem Mittwoch des 15. Jänner sollte es jedoch anders kommen.
Auf dem Weg zum Burschenschafter-Treffpunkt wurde Florian Köhl vom „Rechtsextremismus-Experten“ Alexander W. (30) so brutal attackiert, dass er Prellungen an Kopf und Wirbelsäule davon trug. Jetzt wurde Alexander W. verurteilt, wie Wochenblick berichtete.

Wochenblick im Gespräch mit Florian Köhl

Wochenblick: Wie kam es zu dem Angriff auf dich am 15. Jänner? 

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Florian Köhl: Ich bin wie jeden Samstag zum Uni-Bummel gegangen und wurde dann vor der Uni abgepasst und direkt geschubst. Dann hat sich der Herr Alexander W. genähert mit einer Gruppe von ca. 30 Personen, teils vermummten Gruppe uns genähert. Laut Aussage von Alexander W. wollte er mir deutlich machen, dass ich bei seiner Demo nichts zu suchen habe, weil die ja gegen Burschenschafter ist. Dabei hatte ich gar kein Interesse an seiner Demo.

Und trotzdem hat er dich geschlagen?

Herr W. ist aggressiv vorgegangen, er hat mich mit dem ausgestreckten Arm geschubst. Daraufhin wollte ich ihn fotografieren, damit ich später weiß, wer das war, damit ich das dann auch der Polizei zeigen kann. Daraufhin hat er mich dann ins Gesicht geschlagen, also genau gesagt, gegen mein rechtes Auge. Dann konnte ich keine Fotos mehr machen. Als ich dann meinen Bundesbrüdern mitteilte, dass sie die Polizei rufen sollen, hat er begonnen mich zu treten. Es kam dann zu einem abschließenden Schlag, daraufhin ist er dann weggelaufen. Ich bin dann hinter ihm her gelaufen. Danach sind auch zwei Polizeibeamte hinter ihm hergelaufen. Er ist dann ins Neue Institutsgebäude, wo die beiden Beamten ihn dann festnehmen konnten.

Der Rechtsextremismus-Experte ist auf dich losgegangen, weil Du Burschenschafter bist?

Ich bin bei der Wiener akad. B! Albia seit 2 Jahren bzw. 4 Semestern und hatte in diesem Zusammenhang schon öfter Konfrontationen mit Linken. Seine Intention war, dass ich ein Andersdenkender bin. Er nennt mich einen gewaltbereiten Neonazi. Deswegen war diese Handlung für ihn gerechtfertigt.

Bist Du schon öfter Drohungen oder Gewalt aufgrund deiner Einstellung ausgesetzt gewesen?

Ja, das passiert mir recht häufig, es gibt immer wieder Leute die mich erkennen und dann mal eine Drohung aussprechen oder einen dummen Kommentar bringen. Bin vor kurzem im 6. Bezirk spazieren gegangen und wurde dann von einem Passanten als „Faschist“ bezeichnet. Ein anderes Mal wurde ich vor dem Lueger-Denkmal bedroht, mit den Worten:„Dich kriegen wir noch, pass auf!“

Was war das für eine Demo, in die du da geraten bist?

Die ÖH arbeitet wie schon länger bekannt, Hand in Hand mit der Antifa zusammen und an dem Tag war die Antifa mal wieder mit einer Demonstration vor Ort. Die Demo war im Zusammenhang mit den Höbelt Protesten und dem bevorstehenden Akademikerball. Ich glaube sie waren schon ziemlich verärgert, dass wir sie zu dieser Zeit effektiv daran hindern konnten die Vorlesungen von Prof. Höbelt zu stören.

Welchen Eindruck hattest Du beim Prozess vom Angeklagten? 

Er hat mehrmals geäußert, dass er auch weiterhin „Nazis“ bekämpfen will und das auch wird. Das ist natürlich eine harte Aussage, aber es zeigt, dass er ideologisch gefestigt ist und in seiner Sicht die ganze Sachlage als legitim ansieht, weil er den „bösen Rechten“ damit versuchen wollte, einzuschüchtern. Genau das hat er nicht geschafft. Ich werde mich auch weiterhin politisch organisieren und meine Meinung offen kundtun. So ein Angriff wird mich daran nicht hindern und auch davon, dass mein Wohnhaus beschmiert wurde, lasse ich mich nicht einschüchtern.

Hat er Reue gezeigt?

Nein, er hat überhaupt nie den Anschein gemacht, dass er die Tat in irgendeiner Weise bereut, nein, eigentlich hat er deutlich gemacht, dass er das „Richtige“ gemacht hat, zumindest in seiner ideologischen Sichtweise. Ich glaube, Menschen wir er, sehen das was sie tun als grundsätzlich legitim an, weil er ja damit verhindert, dass ich meine Meinung äußere, die in seiner Sichtweise eine Gefahr für die Gesellschaft ist.

Alexander W. sagte aus, dass er dich schon zuvor kannte und nannte dich einen „rechten Berufsdemonstranten“. Hat er es auf dich abgesehen?

Es ist wahrscheinlich. Sonst ist für mich nicht erkennbar, wieso er gezielt auf mich zuging und genau mich attackierte. Es waren nämlich noch zwei weitere Burschenschafter dabei. Die wurden aber nicht direkt angegangen, sondern nur von mir abgeschirmt, damit sie mir nicht helfen konnten, mich dieser Gewalt zu entziehen.

Welche Verletzungen hast Du davongetragen?

Ich hatte Prellungen am Kopf und der Wirbelsäule.

Wie geht es dir heute? Gibt es Folgeschäden, unter denen Du leidest?

Naja, hatte halt längere Zeit Schmerzen, sonst ist da natürlich die berechtigte Befürchtung, dass es immer mal wieder zu einem Vorfall kommen könnte. Sie haben ja auch meine Adresse herausgefunden und meine Hauswand mit einer Parole gegen Burschenschafter beschmiert, aber auch davon lasse ich mich nicht beeinflussen.

Der Richter stellte auch das Demokratieverständnis des Alexander W. in Frage. Was sagst Du dazu?

Sein Demokratieverständnis ist recht klar, solange du ein links-grüner Gutmensch bist, hast du aus seiner Sicht ein Recht auf eine Meinung. Weichst du aber davon ab, dann muss man das auch im Zweifel mit Gewalt bekämpfen.

Welche Strafe hat Alexander W. bekommen?

Er hat 2 Monate bedingte Freiheitsstrafe bekommen.

Wie stehst Du zu diesem Urteil? 

Ich finde dass das Urteil ein gerechtfertigtes und gut begründetes Urteil ist, der Richter war neutral und hat den Fall ohne politische Gesinnung behandelt. Dafür muss ich dem Richter danken, denn das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
Das Urteil hat mir nochmal gezeigt, dass man sich stark machen muss für seine Meinung und dass auch solche Rückschläge am Ende mit einem Sieg enden können.

Welche Auswirkungen erwartest Du dir von dem Urteil?

Ich hoffe dass durch das Urteil noch mehr Menschen darin bestärkt werden, sich politisch zu engagieren und sich nicht von der Antifa oder „Migrantifa“, wie sie sich seit neuestem nennen  beeinflussen lassen, sondern über dem Ganzen drüberstehen und sich trotz der Drohungen oder der negativen Berichterstattung der linken Presse nicht beeinflussen lassen. Aber das Urteil zeigt, der österreichische Rechtsstaat funktioniert noch!

Und deswegen mein Appell: Kämpft für eure Überzeugungen und eure Meinung, aber lasst euch nicht von der Antifa einschüchtern, steht da drüber! Am Ende siegt immer die Wahrheit und das sah man auch am Ergebnis dieses Prozesses.

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