Doppelmoral der Massenmedien: „Nazi-Killer“ gegen „verwirrte Einzeltäter“

Besteht bei einem Verbrechen auch nur im Ansatz der Verdacht auf ein potenziell rechtes Motiv, laufen die Massenmedien Sturm: Sonderbeiträge zum Thema Rechtsextremismus werden am Fließband produziert, jedem Patrioten wird eine Mitschuld am Verbrechen attestiert und sämtliche Parteien abseits vom linken Einheitsbrei sollen vorzugsweise direkt verboten werden.

Ein Kommentar von Vanessa Renner

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Wie „rechts“ der Täter dann am Ende tatsächlich war, ist irrelevant. Wichtig ist nur, das Feindbild des bösen Rechten zu befeuern: Jeder Bürger soll wissen – die Gefahr kommt von rechts. Punkt. Da kann man auch mal verschweigen, dass es sich beim Hitlergruß zeigenden „Neonazi“ in Wahrheit um einen waschechten Antifa-Anhänger handelte.

Nicht links, nur psychisch krank

Bei linker Motivlage sehen die Reaktionen der Systempresse dann schon ganz anders aus. Werden „rechte“ Verbrechen medial massiv gehyped und als ultimativer Beweis für ein gesellschaftsbedrohendes Rechtsextremismus-Problem instrumentalisiert, lässt man linke Motive lieber unter den Tisch fallen. Die Berichterstattung über links-motivierte Taten erfolgt verhalten oder gar nicht. Und nie werden die Täter als linksradikal tituliert. Stattdessen bedient man sich derselben Taktik, die schon zur Relativierung migrantischer Kriminalität herhalten darf: Der Mär vom „psychisch kranken Einzeltäter“.

Der Mord an Fritz von Weizsäcker

Ein aktuelles Beispiel stellt der kaltblütige Mord an dem renommierten Arzt Fritz von Weizsäcker dar. Der Sohn des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker wurde im November 2019 beim Halten eines Vortrags in der Berliner Schlossparkklinik mit einem Klappmesser erstochen. Er starb noch am Tatort. Ein Polizist, der zufällig bei dem Vortrag anwesend war, wurde beim Versuch, den Täter zu stoppen, schwer verletzt.

Hintergrund: Vietnamkrieg

Der mutmaßliche Mörder Gregor S. gestand die Tat. Reue zeigt er nicht – im Gegenteil: Er betrachtete den Anschlag auf die Familie Weizsäcker gar als sein „Lebensziel“. In seinen Augen sei der Vater des Opfers wegen seiner Tätigkeit beim Chemie- und Pharmaunternehmen Boehniger Ingelheim von 1962 bis 1966 mitverantwortlich für die Verwendung des Giftstoffes „Agent Orange“ durch die USA im Vietnamkrieg. Schon vor 30 Jahren soll S. daher einen Mordplan gegen Richard von Weizsäcker geschmiedet haben. Da der ehemalige Bundespräsident 2015 verstorben ist, hat er nun stattdessen seinen Sohn ermordet.

Die Unterstellung einer Mitschuld von Richard von Weizsäcker an den Opfern des amerikanischen Kriegs gegen den Kommunismus in Nordvietnam ist schon alles andere als naheliegend. Sohn Fritz von Weizsäcker für vermeintliche politische Handlungen des Vaters zur Rechenschaft zu ziehen, spricht allerdings für ein ganz besonders hohes Maß ideologischer Verblendung.

Medienecho bleibt aus

Wird dies nun medial angeprangert? Werden Bezüge zum Linksterror der RAF hergestellt, dem seinerzeit etliche Politiker zum Opfer fielen? Wird über die zahlreichen Angriffe von Linken auf Politiker der heutigen Zeit hingewiesen? Auf die brutalen Übergriffe durch Antifa-Anhänger? Mitnichten.

Nur ein „geistig verwirrter Einzeltäter“

Stattdessen wird dem Täter eine psychische Störung attestiert: Er leide unter „wahnhaftem Hass“ auf die Familie Weizsäcker. Obwohl die Tat von langer Hand geplant war, soll die Schuldfähigkeit des Täters infrage gestellt werden. Das Medium Welt geht sogar so weit, ihn freimütig dem Prototyp des „geistig verwirrten Einzeltäters“ zuzuordnen.

Im Gegensatz dazu: Der „Nazi-Killer“

Was dagegen passiert, wenn eine psychisch offensichtlich auffällige Person wie der selbsternannte Versager Stephan B. aus Halle versucht, ein Attentat in einer Synagoge zu verüben? Als B. im Oktober 2019 beim Stürmen des jüdischen Gotteshauses glücklicherweise an der Eingangstür scheiterte und daraufhin wahllos eine Passantin und einen Besucher eines Dönerladens erschoss, stand für die Medien ein rechtsextremes Motiv außer Frage. Das wirre mehrseitige Pamphlet des Täters schien daran keinerlei Zweifel zu wecken – ebenso wenig wie der Livestream der Tat, auf dem B. kaum einen geraden Satz zustande brachte. Geistige Verwirrung unterstellt ihm niemand. Für OE24 beispielsweise war er schlicht der „Nazi-Killer von Halle“.

Verbrechen nur von rechts?

Obwohl linke und rechte Verbrechen gleichermaßen zu verurteilen sind, ist die Darstellung in den Medien jeweils eine völlig andere. Verbrechen von links existieren nicht – nur solche von bemitleidenswerten Einzeltätern mit psychischen Störungen. Könnte jedoch ein rechtes Motiv unterstellt werden, so ist jeder Täter nur ein weiterer Beweis für die immense Bedrohung durch offenbar allgegenwärtige Neo-Nazis.

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