Süd-Tiroler Schützenbund: #verrücktnachsüden

Am Dienstag sorgte der Süd-Tiroler Schützenbund mit einer besonderen Aktion an 25 wichtigen Pässen und Übergangspunkten für Aufregung.

Mit einer landesweiten Aktion wollte der Süd-Tiroler Schützenbund auf die Probleme des abgetrennten Tiroler Landesteils aufmerksam machen.
Dazu wurden entlang der Grenze im Norden riesige Aufkleber mit der Aufschrift #verrücktnachsüden an Hinweistafeln angebracht. Sie sollen zeigen, was die meisten Süd-Tiroler – laut Schützenbund – sehen wollen: „Die Grenze – verrückt nach Süden“. Dazu wurde auch im südlichen Landesteil die „neue“ Staatsgrenze mit grün-weiß-roten Aufklebern quer über der Straße kenntlich gemacht.

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Italien tut Süd-Tirol nicht gut

„Der Süden hat seit jeher eine besondere Anziehungskraft. Für viele. Manche sind verrückt danach. Wenn man aber im Süden wohnt – und dieser Süden zu einem Staat mit einer weitgehend fremden Mentalität gehört, dann ist das anders“, so der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Jürgen Wirth Anderlan in einer Aussendung zu der Aktion. Was in den letzten drei Monaten während der Corona-Krise passiert sei, habe auch den letzten Zweiflern die Augen geöffnet. „Die schärfsten Restriktionen, das größte Chaos und die meisten Opfer unter vergleichbaren Staaten. Italien tut Südtirol nicht gut, Italien ist ohne Zweifel ein Schaden für alle im Land lebenden Menschen”, so Anderlan.

Chaotische Zustände in Rom

Mit der Aktion will der Schützenbund die Verantwortungsträger im Land zum Nachdenken anregen.„Wäre es angesichts der chaotischen Zustände in Rom, die wir, unsere Kinder und auch Enkelkinder zu spüren bekommen, nicht endlich an der Zeit, ernsthaft und ohne Vorbehalte über einen Weg ohne Italien nachzudenken? Wäre es nicht angebracht die plötzlich wieder schmerzhaft spürbare Grenze nach Süden zu verrücken“ so der Landeskommandant der Schützen, der Italien in einem kranken Stadium des Wahnsinns sieht, wo alle Probleme nur immer weiter aufgeschoben wurden. „Dieser Staat hat einfach zu viele Leichen im Keller und es kommen täglich mehr dazu.“

Italiener rufen zu Gewalt auf

In letzter Zeit war es wiederholt zu Aktionen gekommen, die die Unabhängigkeit Süd-Tirols von Italien forderten. Am Pfingstsonntag war etwa eine große Flammenschrift oberhalb von Vahrn, die das gesamte Brixener Tal erleuchtete. „Los von Rom“ war in brennenden Lettern im gesamten Tal zu lesen. Der italienische Landtagsabgeordnete und Lokalpolitiker Alessandro Urzí zeigte sich ob der Feuerzeichen erbost und forderte eine „Null-Toleranz-Politik“ für die Feuerzeichen, die jedoch als freie Meinungsäußerung selbst in Italien erlaubt sein dürften. Auf der Facebook-Seite des Lokalpolitikers eskalierte jedoch vollends. So kommentierte Barby Gallo Vescovi, eine vermeintliche Anhängerin des Abgeordneten, die Südtiroler mögen allesamt bei lebendigem Leibe verbrennen.

 

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