Causa Ischgl: Staatsanwaltschaft stellt Unterlagen bei Gesundheitsbehörden sicher

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Jetzt geht es Schlag auf Schlag bei den Strafbehörden in der Causa Ischgl im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie in Tirol. Wie  bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck (StA Ibk) bereits vergangene Woche bei den zuständigen Gesundheitsbehörden auf Landes- und Bezirksebene Unterlagen und Daten sichergestellt. Dabei soll es sich zum Teil um „sensible medizinische Unterlagen“ handeln.

Fündig geworden soll die StA Ibk sowohl in den Räumlichkeiten der Landessanitätsdirektion Tirol im Tiroler Landhaus als auch in den Bezirkshauptmannschaften Imst und Landeck. Die Unterlagen sollen am 27. Mai in den Amtsräumen sichergestellt worden sein. Eingesetzt waren Kriminalbeamte und Polizisten vor Ort.

Sicherstellungsanordnung wurde gegenüber Behörden umgesetzt

Während man bisher bei den Gesundheitsbehörden lediglich um die Unterlagen angesucht habe, sei jetzt eine Sicherstellungsanordnung durchgesetzt worden, um an das brisante Datenmaterial zu gelangen. Aktuell wird weiterhin gegen „unbekannte Täter“ im Zusammenhang mit dem Verdacht der Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten ermittelt.

Die Einleitung von Ermittlungen gegen bestimmte Personen im Zusammenhang mit den Vorgängen in Ischgl und anderen Wintersportorten steht noch aus, könnte aber bald folgen.

Sachverhaltsdarstellung gegen LH Platter und Co.

Vom Verbraucherschutzverein (VSV) ist jedenfalls bereits eine Sachverhaltsdarstellung gegen ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter, ÖVP- Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg und den Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber eingebracht worden. Auch gegen einzelne Bürgermeister und Tourismusbetreiber soll es vom VSV Unterlagen an die StA geben. Ob ÖVP-Nationalrat und Wirtschaftskammerfunktionär Franz Hörl auch vorkommt, ist nicht bekannt. 

Tiroler Landhaus

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