Menschenrechtsorganisation: 340 Tötungen gehen auf Kosten der Sicherheitskräfte

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Eine erschreckende Bilanz zieht die Menschenrechtsorganisation „Monitor de Victimas“ in Sachen Tötungen durch die venezolanischen Sicherheitskräfte. Von 898 Tötungen im Jahr 2019 in der Hauptstadt Caracas gingen allein 340 auf das Konto von Militär, Polizei und Sondereinheiten. Dabei sticht in der Statistik von „Monitor de Victimas“ vor allem die Polizei-Sondereinheit „Fuerzas de Acciones Especiales“ (FAES) mit 232 Tötungen hervor. Die FAES ist eine Spezialeinheit der Policia Nacional Bolivariana und wurde 2016 auf Befehl von Staatspräsident Nicolas Maduro gegründet.

Die FAES ist berüchtigt dafür, dass sie Erschießungen ohne gerichtliches Verfahren durchführt. Sowohl im Einsatz gegen Alltagskriminelle als auch gegen mutmaßliche Regimegegner, die als Terroristen bezeichnet werden, gehen die Polizisten der FAES mit brutaler Waffengewalt vor.

Teile der FAES in Putschversuch involviert

Während etwa der konservativ-liberale Oppositionsführer Juan Guaido die FAES in der Vergangenheit immer wieder als Todesschwadron Maduros heftig kritisiert hatte, sollen Teile der Polizei-Sonderheit auch in den Putschversuch Anfang Mai involviert gewesen sein. Oppositionelle, die gemeinsam mit US-Söldner ein Landeunternehmen in Venezuela versucht hatten, wollten im Zuge der weiteren Operation auch mit Teilen der FAES zusammenarbeiten.

Venezulanische Sonderpolizei

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