EU prüft Abschaffung der Sommerzeit





Die EU-Kommission prüft Forderungen nach einer Abschaffung der Sommerzeit. Die Frage werde derzeit unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen untersucht, bestätigte ein Sprecherin am Freitag. Sobald es ein Ergebnis gebe, werde man die Öffentlichkeit darüber informieren. Umfrage: 60 Prozent für Abschaffung Die Sommerzeit, die in diesem Jahr am Sonntag endet, ist seit ihrer Einführung umstritten. Viele Menschen klagen darüber, dass ihnen eine Stunde Schlaf fehlt. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab im Frühjahr, dass rund 47 Prozent der Bundesbürger am Sonntagfrüh den Schlafmangel spüren. 60 Prozent würden die Umstellung gern ganz abschaffen. Erstmals eingeführt wurde die Sommerzeit in Deutschland während des Ersten Weltkriegs. Zwischen den Weltkriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg schaffte man die Umstellung jedoch wieder ab. Erst 1980 wurde sie mit dem Ziel, das Tageslicht besser zu nutzen, erneut eingeführt. Der Effekt ist jedoch umstritten. Regelungen auf EU-Ebene zur Sommerzeit gibt es seit 1981. Die jüngste stammt aus dem Jahr 2001. FDP macht Sommerzeit-Abschaffung zur Jamaika-Streitfrage Die FDP will in den Sondierungen zur Jamaika-Koalition für eine Abschaffung der Sommerzeit werben. „Zwar macht die Abschaffung nur dann Sinn, wenn andere Länder der EU auch mitmachen“, sagte Michael Theurer aus dem FDP-Präsidium der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Samstag) mit Blick auf die Zeitumstellung an diesem Sonntag. Aber „eine deutsche Regierung, die das Vorhaben entschlossen vorantreibt, kann dann auch auf europäischer Ebene überzeugen“, sagte er. Sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen bedeute es unnötigen Aufwand, wenn an der Uhr gedreht werde. Die FDP fordert bereits seit Jahren ein Ende der Sommerzeit. Die EU-Kommission prüft derzeit die Forderungen nach einer Abschaffung. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (28. auf 29. Oktober 2017) werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. dpa

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